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Der Keulenberg "Berg der Heimat"
Internetseite: www.Keulenberg.de
Der Keulenberg, früher Radewitz, Kahlenberg, Kulenberg, Keilberg und seit 1818 auch Augustus- berg genannt. Seine Höhe beträgt 413,4 Meter über Wasserspiegel der Nordsee (Meterangabe nach Meßtischblatt). Seine absolute Höhe gegenüber den umgebenen Tälern beträgt 200 Meter. Der Berg liegt 51°11´16´´ nördlicher Breite und 13°96´ östlicher Lange von Greenwich.
Bei seiner ältesten urkundlichen Erwähnung in der berühmten Oberlausitzer Grenzurkunde vom Jahre 1241 trägt er auch den Namen "mons Rabize"= Radewitzberg. Diesen Namen hat er von dem bedeutenden Heerführer Rodegast, welcher 405 von den Römern in Italien so geschlagen wurde, daß nur noch sein Name übrig blieb.
Noch 1349 scheint die Lausitzer Grenze über den Keulenberg gelaufen zu sein, da Burggraf Hermann von Gelsen nur die Hälfte desselben vom Markgrafen Friedrich dem Strengen, zum Lehn hatte. Der Keulenberg diente damals als Grenzzeichen. Er besteht aus zwei Bergkuppen, dem großen und dem kleinen Keulenberg. Beide liegen ungefähr 20 Minuten voneinander entfernt und sind durch einen Sattel verbunden. Seine Felsgebilde sind aus Granit wo 1782 erkannt wurde, daß es zwei Granitvaritäten sind; der mittelkörnige Biotitgranit und der feinkörnige Zweiglimmergranit, der häufig auf den Gipfelpartien auftritt.
Der Berg ist die letzte größere nordwestliche Erhebung des Lausitzer Berglandes und liegt mit seiner Kuppe in der Gemarkung Niederlichtenau. Die auffällig größere Steilheit der einen Abhangseite hat dieser Berg mit den meisten Lausitzer Bergen gemein und ist die Folge der in der eiszeitlichen Periode von Norden vorwärts gerichteten Gletscherbewegung. Auf der nördlichsten und höheren Bergkuppe befinden sich drei größere Felskegel und zwischen dem mittleren und östlichen Felskegel ein freier Platz, der sich nach Westen abneigt und ungefähr 1 200 bis 1 500 Quadratmeter groß ist.
Am östlichen Felskegel lag an der Nordwestseite angeschmiegt das Berg-wirtschaftshaus mit seinem vorliegenden Lindengarten. Der Berg gehörte nach-weislich von 1438 bis 1839 den Rittergutsherren zu Oberlichtenau - Pulsnitz und ging dann in Privatbesitz über. Das Grundstück auf der Bergkuppe kaufte um das Jahr 1860 Ferdinand Bürger aus Oberlichtenau - Pulsnitz von dem Bauer Anders aus Niederlichtenau. Der Berg ist heute als geologisches Naturdenkmal angesehen worden und steht, nach dem früheren Reichsnaturschutzgesetz vom Jahre 1935, seit 1938 unter Naturschutz. Im Umkreis von 150 Metern sollen keine Kahlschläge angebracht werden. Leider wurde in den Kriegsjahren diese Bestimmung mißachtet.
In einer alten Landkarte von Oeder vom Jahre 1593, die im Hauptstaatsarchiv in Dresden liegt, ist zu ersehen, daß früher die Feldbestellung bis auf den Berg vorgenommen worden ist. In dieser Karte heißt es ,,Feld drofen", das heißt ,,Feld darauf". In und nach dem 3ojährigen Kriege, wo fast alle Güter in Ober- und Niederlichtenau zerstört waren und brach lagen, ist die Bestellung der Felder auf dem Berg zu allererst nicht mehr erfolgt. In den darauffolgenden Jahren ist von selbst Wald angewachsen.
Zum Berg führt von Oberlichtenau - Pulsnitz die vom Reichsfiskus (Luftwaffe) im Jahre 1939 ausgebaute und verbreiterte Geh- und Fahrstraße. Von Pulsnitz bis Oberlichtenau - Pulsnitz eine Wegstunde, links bei der alten Schule in Oberlichtenau - Pulsnitz ab, dann erreicht man zu Fuß in 35 bis 40 Minuten die Bergkuppe (2,7 km). Ein steilerer Aufstieg geht von Königsbrück über Gräfenhain und dann mittels eines schönen Waldfußweges zum Gipfel (von Gräfenhain etwa 2,9 km).
Weitere Aufstiege sind auf Privatwegen vom Ortsteil Niederlichtenau (2,5 km), Reichenbach (2,8 km), Höckendorf, Großnaundorf (2,7 km) und Mittelbach sowie Reichenau möglich.
Dieser Text wurde im Internet gefunden: www.niederlichtenau.de
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